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Knapp an der Überraschung vorbeiAm zweiten Spieltag der Starkenburger Schachklassen schrammte Breubergs Zweite in der Bezirksklasse nur denkbar knapp an einem Punktgewinn gegen den hohen Favoriten Langen III vorbei. Dabei sah es für den Aufsteiger zunächst alles andere als gut aus. Mit zwei Spielern in Unterzahl führte der Gast aus Langen bereits zu Beginn mit 2:0 und auch an den Brettern sah es nicht wirklich gut für die Türmer aus. Franz Kutzera (Brett 3) hatte die Eröffnung ziemlich vermasselt und kämpfte mit zwei Minusbauern ums Überleben, Albert Gerbig (Brett 8) sah sich einem Angriff des jungen Thomas gegenüber und auch Mannschaftssenior Manfred Richter (Brett 6) stand gegen Kergasser beträchtlich unter Druck, während sich die Partien von Mannschaftsführer Heinz Wolk (Brett 4) gegen Mühlbach, Viorel Bejan (Brett 7) gegen Potreck und Alfons Endres (Brett 5) gegen Münstermann in der Remisbreite bewegten. Doch in der Folgezeit änderte sich das triste Bild. Zwar schlossen Heinz Wolk und Mühlbach nach dem Tausch beider Springer und eines Läufers in ausgeglichener Stellung Frieden, doch danach schienen die Gastgeber am Drücker. Alfons Endres zeigte im ersten Wettkampf nach einer fast zweijährigen Schachpause eine starke Leistung, doch mehr als eine ausgeglichene Stellung bekam er nicht aufs Brett. Ein Remisangebot lehnte sein Pendant ab, doch der Tausch aller Figuren bot dem Breuberger die Chance, das entstandene Bauernendspiel für sich zu entscheiden. Leider übersah der Schachrückkehrer jedoch diese Chance und so endete die Partie unentschieden und die Gäste führten mit 3:1. Fast unbemerkt hatte Routinier Manfred Richter sich inzwischen des gegnerischen Druckes befreien können und seine Figuren zum Angriff gruppiert. Diesem hatte sein noch junger Gegner letztendlich nichts entgegenzusetzen und gab auf. Für den vorrübergehenden Ausgleich sorgte Viorel Bejan. Mit viel Geduld hatte der Türmer seine Position auf dem Brett immer mehr verbessert und war nach dem Tausch der Damen kraftvoll mit zwei Bauern in der Brettmitte durchgebrochen. Um diesen Durchbruch zu stoppen, musste der Langener einen Läufer gegen diese beiden Bauern opfern. Trotz dieses materiellen Vorteils bedurfte es aber einer sehr präzisen Behandlung des Endspiels um den vollen Punkt zu ergattern. Beim Stand von 3:3 kam es nun auf die beiden noch laufenden Partien an. Albert Gerbig sah sich zu Beginn der Partie einem forsch vorgetragenen Angriff des jungen Thomas auf den eigenen König gegenüber, der seine Bauern furchtlos nach vorne schickte. Doch im weiteren Verlauf kam dieser Angriff nicht so recht voran und der Türmer konnte seinerseits auf dem Damenflügel aktiv werden. Aber auch dieser Angriff ging nicht durch und so konnte der Gästespieler seinem Angriff am Königsflügel wieder neues Leben einhauchen. Schließlich verstrickte sich der Türmer in ein unentrinnbares Mattnetz und gab auf. Beim Stande von 4:3 für die Gäste war praktisch die Entscheidung gefallen, denn Franz Kutzera mühte sich in einem Springerendspiel mit Minusbauer allenfalls um eine Punkteteilung. Nach einer fehlerhaften Eröffnungsbehandlung war der Türmer zunächst in eine Verluststellung geraten, denn neben zweier Minusbauern hatte der Gast aus Langen auch eine klar bessere Stellung erreicht. Doch der Türmer zeigte in dieser Situation enormen Kampfgeist, hielt seine verbliebenen Figuren zusammen und eroberte sogar einen gegnerischen Bauern zurück. Zwar bemühte sich hernach der Langener mehr als zwei Stunden, das Endspiel mit einem Springer und zwei Bauern gegen einen Springer und einen Bauern zu gewinnen, doch der frühere Breuberger Jugendtrainer hielt diesem Druck und auch der beginnenden Zeitnot bravurös stand und sicherte sich verdient mit einer kleinen Kombination eindrucksvoll den halben Punkt. In der Kreisklasse D konnte Breuberg IV beim Heimspiel gegen Gernsheim VII unter den Augen von Jugendtrainerin Friederike Wolk die vorhandenen Chancen auf einen Punktgewinn nicht nutzen. Noyan Kesici (Brett 4) war gegen Simon Lehrer überfordert und verlor recht schnell. Jonas Stankovic (Brett 5) stellte in einer klaren Gewinnstellung gegen Dominik Didicher seine Dame einzügig ein, so dass die Türmer statt des 1:1 Ausgleichs mit 0:2 in Rückstand gerieten. Ümüt Memtimin (Brett 3) gelang ein sicherer Sieg gegen Rene Werner. Leider konnte Esma Memtimin (Brett 2) gegen Haas ihre gute Stellung nicht zum Gewinn führen und verlor noch. Am Spitzenbrett musste sich Saide Memtimin mit dem Gernsheimer Betreuer Heiko Lehrer auseinandersetzen und hatte erwartungsgemäß keine Chance. Gegen die insgesamt routinierteren Gäste wäre an diesem Tag mehr möglich gewesen, als dies das deutliche 1:4 Endresultat vermuten lässt. Von spax am 2011-10-10 00:00 | Spielberichte | Anmelden oder registrieren um Kommentare einzutragen | Druckversion
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